29 OKTOBER 2019

5G macht Intralogistik smart

Deutsche Messe Technology Academy, Messegelände/Pavillon 36, Hannover

5G wird weit mehr sein als der Mobilfunk-Nachfolger von LTE. 5G als nächste Mobilfunkgeneration soll nicht mehr nur Telefonie und Datendienste über mobile Endgeräte ermöglichen, sondern die Kommunikation von Maschine zu Maschine und somit Industrie 4.0. Die Vorteile: Sind eine verbesserte mobile Breitband-Verbindungen mit Übertragungsgeschwindigkeiten von mehr als 10 Gbit/s in der Spitze, Kommunikation mit einer Zuverlässigkeit von mehr als 99,999 % mit niedrigen Latenzzeiten von 1 ms sowie massive Machine-Type Communication mit einer Batterie-Lebensdauer von zehn Jahren und mit mehr als einer Million vernetzter Geräte auf 1 km2. Dabei gilt allerdings, dass nicht alle Kennzahlen gleichzeitig erreicht werden können.

Schlüsseltechnologien von 5G sind leistungsfähige, flexible Luftschnittstellen einschließlich höherer Frequenzen wie zum Beispiel 26 GHz, Edge Computing, Network Slicing und integrierte Lokalisierung mit einer Genauigkeit von weniger als 1 m. Was bedeutet dieser Paradigmenwechsel für die Intralogistik?

Wir erörtern auf dem Event folgende Punkte:

  • 5G – die wichtigsten Basics für den Unternehmenseinsatz
  • Das Ende für WLAN in der Intralogistik? Ein Vergleich der beiden Funkstandards
  • 5G-Frequenzen für die Unternehmen: Stand der Diskussion, Möglichkeiten der Bewerbung, Kosten
  • Aktuelle Pilotprojekte: Erfahrungen aus der Praxis
  • Betreibermodelle für private 5G-Netzwerke
  • Fahrerlose Transportfahrzeuge (AGV) – bereit für die neue Mobilfunkgeneration?
  • Slicing: Was ist das? Und wie setzt man das um?
  • Funktionsweise und Vorteile des Edge Computing für die Intralogistik
  • Künstliche Intelligenz: Was bringt sie für die Intralogistik mit 5G auf dem Campus?
  • Safety über 5G
  • Daten sammeln und auswerten – Big Data und Cloud
  • Umstieg auf 5G: Möglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen

Programm

09:15 – 09:45

Keynote – MRK – gestern, heute und morgen

Dr.-Ing. Werner Kraus, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Die Keynote fasst zunächst die Erkenntnisse aus mehr als 45 Jahre angewandter Forschung in der Robotik am Fraunhofer IPA zusammen. Anhand Praxisbeispielen werden die aktuellen Trends in der MRK sowie der Robotik im Arbeitsplatz der Zukunft dargestellt. Abschließend wird ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich safety, security und privacy gegeben.

09:45 – 10:10

Lösungen für den Schwerlastbereich – wie herkömmliche Roboter zu kollaborativen Robotern werden

Aaron Heuermann, BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH

Aaron Heuermann wird den Vortrag auf den Erkenntnissen aus dem BMWi-geförderten Forschungsprojekt “AutARK – Autonomes Assistenzsystem zur Unterstützung von MRK-Montageprozessen” aufbauen.

Das zentrale Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines autonomen körpernahen Assistenzsystems für die Mensch-Roboter-Kollaboration in der Montage, das sich insbesondere durch Systemneutralität auszeichnet. Hierdurch sollen MRK-fähige Montageprozesse innerhalb verschiedener Anwendungsfälle im Mittelstand einfach ermöglicht werden. Exemplarisch wird das Potenzial dieser neuen Art von Assistenzsystemen im Hinblick auf Flexibilität, kognitive Entlastung, Ergonomie und Sicherheit an Anwendungsfällen demonstriert, erprobt und evaluiert. Einerseits wird die Montage von Transformatoren während des Produktionsprozesses betrachtet und andererseits das Schweißen mechanischer Bauteile in der Schweißer-Ausbildung fokussiert. Das Gesamtziel des Teilvorhabens des BIBA beinhaltet die Entwicklung einer autonomen körpernahen Sensorik sowie einer roboter-beziehungsweise maschinennahen Sensorik, die in einem Sensorframework fusioniert werden und so die Mensch-Roboter- Kollaboration in der Montage ermöglichen.

Weitere Projekte zur Kollaboration mit Industrierobotern werden ebenfalls Teil des Vortrages sein.

10:10 – 10:45

Kaffeepause und Besuch der Robotik-Ausstellung

10:45 – 11:10

Digitale Transformation der mensch-zentrierten Arbeitsplätze mit intelligenten und adaptiven Exoskeletten

Daniele Ippolito, Forschungsbereich Cognitive Engineering and Production Digital Manufacturing 4.0 Fraunhofer IAO

“Viele Arbeitsprozesse können gegenwärtig aufgrund kleiner Losgrößen, der Komplexität und variantenreicher Produktion schwer automatisiert werden. Dadurch ist die Arbeitsplatzgestaltung und -organisation sowie innovative Arbeitsprozesse hinsichtlich Bedienbarkeit, Sicherheit und Gesundheit nicht optimal. Der Einsatz intelligenter Werkzeuge, wie die neue Exoskelett-Technologie, können die körperlichen Belastungen für die Mitarbeiter senken und Innovation und Produktivität steigern.

Der Vortrag konzentriert sich auf die digitale Gestaltung und Optimierung der mensch-zentrierten Arbeitsplätze mit integrierten intelligenten und adaptiven Exoskeletten. Der digitale Zwilling der Mensch/Exoskelett ist der Kern des ganzheitlichen Optimierungsprozesses, die durch die Kopplung digitaler Exoskelette an verschiedene digitale Menschmodelle realisiert werden soll. Die Implementierung des digitalen Zwilling der Mensch/Exoskelett an mehreren Arbeitsplätzen mit integrierten aktiven und passiven Exoskeletten wird durch verschiedene Anwendungen in der Automobil- und Logistikbranche dargestellt.”

11:10 – 11:35

Chairless Chair – Exoskelett-Innovation für Sitzen, Stehen und Gehen

Friedrich Czarnecki, Product Implementation Specialist, noonee

Ergonomie wird groß geschrieben: Ohne Arbeitsplatzveränderung ergonomisch, bequem und noch produktiver arbeiten – der Chairless Chair macht’s möglich. Einfach in wenigen Sekunden anlegen und schon arbeiten Sie in einer gesunden Haltung. Dabei können Sie fließend zwischen aktivem Sitzen, Stehen und Gehen wechseln. Gerade im Bereich der Ergonomie setzt der Chairless Chair ein Meilenstein! Diese Innovation kostet kein Geld, sie bringt Geld, denn mit dem Chairless Chair fallen weniger Fehltage an und Kapazitätsengpässe werden gemindert.

11:35 – 12:00

Wie lässt sich Sicherheit von MRK wirtschaftlich gestalten?

Detlef Harms

GLM-Service

12:00 – 13:10

Mittagspause und Besuch der Robotik-Ausstellung

13:10 – 13:40

Mensch-Roboter-Kollaboration: neue Sicherheitstechnologien, Planungstools und Simulation von MRK

Sebastian Herbster

Geschäftsfeld Robotersysteme, Fraunhofer IFF

13:40 – 14:05

Hebehilfen – für welche Anwendungen eignen sie sich?

Johannes Krumme, Sales Manager Automation, Piab Vakuum GmbH

piLIFT® SMART stellt einen Paradigmenwechsel dar: Er ist der erste Industrie-4.0-fähige Vakuumheber am Markt, da er die gleichen physikalischen Prinzipien wie alle Vakuumheber nutzt, aber smarter, energieeffizienter, leiser und im Design ergonomischer ist. Mit dem piLIFT® SMART wird das ergonomische Vakuumheben auf ein neues und höheres Niveau gehoben.

Dank intelligenter Datenfunktionen, die auf Internet-Konnektivität basieren, ist er in der Lage, die Versprechen der Industrie 4.0 zu erfüllen. Der benutzerfreundliche Vakuumheber erfasst und überwacht Bewegungen und reagiert schnell auf die Absichten der Benutzer. Er hebt und wiegt Lasten gleichzeitig, sammelt und protokolliert Daten und macht Prozessstatistiken und -analysen für den Benutzer sofort über das Login auf der Internet-Plattform verfügbar.

Da Ergonomie das Herzstück aller Vakuumheber von Piab ist, wurde jeder Aspekt des piLIFT® SMART auf Ergonomie und natürliche Bewegungsabläufe ausgelegt. Von der Form des Griffs (die eine Benutzung durch Rechts- und Linkshänder ermöglicht), dem Handschutz und der Möglichkeit, Objekte von der Seite zu greifen und zu drehen, bis zur Platzierung der Steuerungen für variable Geschwindigkeit und dem minimierten Betriebsgeräuschpegel orientiert sich das Design des piLIFT® SMART an der Ergonomie und am Wohlbefinden der Benutzer. Die Vakuumheber von Piab reduzieren das Verletzungsrisiko der Mitarbeiter erheblich und reduzieren die Körperbelastung des Bedieners um mehr als 80 Prozent – bei gleichzeitiger Optimierung der Produktivität.

Diese und viele weitere Vorteile von piLIFT® SMART werden im Vortrag vorgestellt. Zudem werden einige technische Aspekete erläutert und an Beispielen demonstriert.

14:05 – 14:30

Intelligente Hebesysteme, die für den Werker mitdenken

Daniel EberhardtInternationaler Branchen- und Key Account Manager, J. Schmalz GmbH

Die digitale Fabrik hält auch in der manuellen Handhabung Einzug. Immer
individuellere Produkte gehen einher mit immer komplexeren Prozessen – und darauf muss sich auch die Handhabung der Güter einstellen. Intelligente
Handhabungsgeräte leisten einen wichtigen Beitrag, die wachsende Komplexität 
beherrschbar zu machen. Mit ihnen ändert sich auch die Art der Zusammenarbeit zwischen Gerät und Bediener: Handhabungsgeräte entlasten den Anwender beim eigentlichen Handhabungsvorgang und übernehmen eine Vielzahl an weiteren Aufgaben. Mit dem kollaborativen Seilbalancer SRBC bietet J. Schmalz eine neue Klasse an Hebegeräten für die digitale Fabrik.

14:30 – 15:00

Kaffeepause und Besuch der Robotik-Ausstellung

15:00 – 15:25

Wie Künstliche Intelligenz den Werker unterstützen kann – Quantification of Activities on Industrial Workplace

Mohammad Al-Naser, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)

Due to the aging societies, the companies are struggling in training the workers to gain expert skills in their domain. Also, there is a need for supporting the workers in factories to ensure the quality and reduce the risk. Our framework provides support in a manufacturing environment, support in training, guiding, quality control, and reduces risk.

Schwerpunkt des Vortrags wird eine KI-basierte Technologie sein, die das DFKI gemeinsam mit Hitachi entwickelt hat und die Arbeitsabläufe hinsichtlich Effizienz, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz optimiert.

15:25 – 16:15

Podiumsdiskussion Arbeitsplatz der Zukunft

Wie werden Mensch und Technik in fünf Jahren zusammenarbeiten?

Akzeptanz: Wie können die Menschen für den Einsatz von unterstützenden Technologien gewonnen werden?

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