Von Luca Wodtke, 2022

Interview: Luca  Wodtke 

Ralf Rangnick hat trotz seiner großen Erfolge nie seine Wurzeln vergessen. Der "Professor", wie ihn viele nennen, wurde in der Süddeutschen Kleinstadt Backnang geboren. Ein Mann, der einen Verein aus den unteren Ligen des deutschen Fußballs in kürzester Zeit in die UEFA Champions League geführt hat, weiß, wie man mit Talenten umgeht. Rangnick ist einer der größten Sportvisionäre unserer Zeit.

 
Wir sprachen über…
...seine Trainervorbilder

“Also als Vorbilder würde ich sie nun nicht ganz bezeichnen – lieber Trainer, die mich auf meinem Weg begleitet und inspiriert haben. Als Trainer musst du deinen eigenen Weg finden. Meine Trainerlaufbahn hat ja schon ganz früh angefangen, eigentlich schon mit 21, aber dann so richtig mit 25. Ich habe früh gemerkt, dass der damalige deutsche Fußball nicht das ist, was ich mir vorgestellt habe und das, wofür ich gerne stehen wollte als Trainer.

Deswegen blieb mir als jungem Trainer kaum etwas anderes übrig, als über den deutschen Tellerrand hinauszuschauen. In den 80ern war da vor allem Arrigo Sacchi mit dem AC Mailand, der damals schon mit kompletter Raumdeckung gespielt hat. Das war etwas anderes als diese für Deutschland typische gegnerorientierter Manndeckung. Sacchi war für mich ein wichtiger Orientierungspunkt.

Und dann gab es noch Valeri Lobanowski, den Trainer von Dynamo Kiew, die in meiner Heimatstadt gegen Viktoria Backnang gespielt haben. Lobanowski hat gezeigt, was es ausmacht, wenn eine Mannschaft wirklich ‘Pressing’ auf den Platz bringt und wie schwer, dass das Spiel für den Gegner macht. Nach diesem Spiel habe ich mir viele Trainingseinheiten von Dynamo angeschaut, wenn sie im Trainingslager in Ruit waren.

Zu diesen zwei Trainern, die meinen Weg auf jeden Fall beeinflusst haben, kommt noch Helmut Groß, mit dem mich bis heute eine enge Freundschaft verbindet. Wir haben in Stuttgart, Hoffenheim und bei RB Leipzig zusammengearbeitet.”

... den oft zitierten "Straßenfußball"

“Der Trainer lässt die Spieler bestimmen, auf welchem Level die einzelnen Komponenten trainiert werden und durch die Regeln „provoziert“ werden! Notwendig und hilfreich ist für den Trainer, dass er weiß, an welchen Schrauben er drehen muss, um „seine“ Spielphilosophie optimal zu entwickeln. Dabei sollte er genau wissen, wo er hin will und besser gar nicht eingreifen als die falschen „Anweisungen“ zu geben! Oder anders gesagt, er sollte sich auf die Spieler, deren Spiellust und Erfolgsgier verlassen. Im Hintergrund kann ja dann analysiert werden. Da kann ein Trainer dann bestimmte Werte festhalten und weiter verfolgen, falls er diese Entwicklung beobachten und fördern möchte.
Der Schlüssel der Beliebtheit des Straßenfußballs liegt in den Variationen, die zum Straßenfußball gehören. Das ganze steht im Motto: „Wiederholen ohne zu wiederholen!“

Alles was fordert und fördert sollte dann herausgeholt werden. Hierzu gehört Spaß, Spielwitz, Dynamik, Leidenschaft und Siegeswillen. Taktik und Strategie ergeben sich nebenbei im Wettkampf. Die Möglichkeiten des Straßenfußballs können mit wissenschaftlichen Mitteln, bis hin zur KI überwacht und begleitet werden. Besser aber, der Trainer kann sich auf seine Erfahrung und ein geschultes Auge verlassen.

Leider sind solche Trainer, die das können, relativ selten und auch nur mit viel Mühe und Geduld auszubilden. Ab und zu gibt es aber Ausnahmetalente, die schnell begreifen und nur Monate brauchen, wofür andere Jahre benötigen.”

... sein unglaubliches Auge für Talente

“Die Frage ist ja, wie und aufgrund welcher Faktoren erkennt man ein Talent. Dazu gehören auch eine gewisse Erfahrung und ein geschultes Auge. Ich möchte das mal am Beispiel Thomas Müller aufzeigen. Als Müller 16 oder 17 war haben nur wenige an seinen Karriereweg geglaubt. Aber jemand wie Helmut Groß oder mittlerweile auch ich, die über Jahrzehnte hinweg Karrierewege von jungen Spielern verfolgt haben, haben eine gewisse Erfahrung, um zu erkennen ob ein 16 oder 17-Jähriger mal das Zeug hat, später eine große Karriere zu starten. Es braucht auf jeden Fall ein geschultes Auge dafür. Bei Thomas Müller, der ja kein richtig guter Techniker oder Feinmotoriker ist, war es damals wie heute so, dass nur gewisse Trainer sehen, welche Stärken er mitbringt.

Eine Einschätzung ist aber immer subjektiv. Die Scouts in den Vereinen müssen früh erkennen, welche positiven Merkmale eines Talents auf die Mannschaft wirken und was aus ihm noch werden kann. Da gehört in erster Linie auch die Mentalität des Spielers dazu. Das ist, wie ich das gerne sage, das Talent der Persönlichkeit. Hier gibt es immer eine Chance auf Verbesserung, siehe das Beispiel Joshua Kimmich. Verantwortliche beim VfB Stuttgart woll mit 18 noch nicht einmal einen Kaderplatz in der zweiten Mannschaft geben wollten – das war der Grund, wieso es überhaupt eine Chance für Leipzig gab, Kimmich für zwei Jahre auszuleihen.”

... warum Talente immer jünger werden

“Natürlich gibt es Möglichkeiten, Spieler mit 15 oder 16 zu erkennen. Vor allem, weil Spieler einen früheren Karrierestart haben. Es ist inzwischen völlig normal, dass ein 17-Jähriger in der Bundesliga spielt, wenn man alleine mal an Jude Bellingham oder Giovanni Reyna bei Borussia Dortmund denkt. Es ist heutzutage nicht mehr ungewöhnlich, dass ein 17-jähriger Topniveau spielt. Es braucht aber halt eben Trainer, die erkennen was ein Spieler mal leisten kann, und die auch den Mut haben, einen jungen Spieler aufzustellen.”

… woher diese Entwicklung kommt

"Das hat sich in den letzten 10-15 Jahren verändert. Ich kann mich erinnern, als damals Mehmet Scholl Spieler bei Bayern München war. Der galt noch mit 25 als Talent. Man muss entscheiden, bis wann ein Spieler noch als Talent gilt. Für mich ist ein Spieler mit 21 kein Talent mehr. Mit 21 ist ein Spieler heute ausgereift. Timo Werner hatte mit 21 schon mehr als 120 Bundesliga-Spiele absolviert. Meiner Meinung nach ist ein Spieler mit 17 noch ein Talent, eventuell noch bis 19, aber danach kann man nicht mehr das Wort Talent benutzen. Denn die jungen Spieler sind heutzutage schon so gut ausgebildet durch die Akademien, dass sogar ein 17-Jähriger, wenn er körperlich völlig ausgewachsen ist, alle Voraussetzungen mitbringen kann, um ein vollendeter Spieler zu sein. Wenn man sich Bellingham oder Reyna mal auf dem Platz ansieht, sieht man Vollprofis. Das sind Athleten, die alle Anforderungen erfüllen und nur noch Trainer brauchen, die sie weiterentwickeln und ihnen vor allem die Chance geben, regelmäßig zu spielen. Diese Entwicklung hat schon in den letzten 10-15 Jahren stattgefunden. Der Fußball ist zu einer ganz anderen Sportart geworden. Wenn man sich nur mal die Zahl der gelaufenen Meter, vor allem der Sprints, anschaut, dann sieht man, dass der Fußball sich völlig verändert hat. Das bedeutet eben auch, das man den Wert der jungen Spieler, die diese körperlichen Voraussetzungen für den schnelleren Sport mitbringen, erkannt hat. Es ist nicht mehr wie vor 20 Jahren, als man dachte: “Ach, ja, der brauch jetzt erstmal Zeit. Der muss langsam herangeführt werden. Die älteren Spieler müssen es ihm erstmal beibringen wie der Beruf richtig funktioniert”. Vor 20 Jahren war ein 19 oder 20-Jähriger, der in der Bundesliga gespielt hat, eine absolute Ausnahme."

… welche Rolle das Taktikverständnis heute spielt

"Taktikverständnis braucht vor allem erstmal der Trainer. Der muss entscheiden, wie er spielen lassen will. Die Spieler sind durch den Beruf des Fußballprofis, den sie an den Akademien gelernt haben, eigentlich vollständig ausgebildet. Dieser Lehrberuf des Fußballprofis, den es vor 20 Jahren noch gar nicht gab, entstand ja eigentlich erst mit den Akademien zur Jahrtausendwende. Heutzutage kriegt kein Profiverein mehr eine Lizenz ohne eine Akademie mit mindestens zwei hauptamtlichen Fußballlehrern. Und so kann man den Beruf des Fußballprofis von jung an erlernen.

Es ist heute eigentlich absolute Seltenheit, dass ein Spieler in der Bundesliga Karriere macht, wenn er nicht schon mit 13 bei einem der Bundesligavereine gespielt hat. Wenn man sich die deutsche EM-Mannschaft von 2016 anschaut, dann gab es nur einen einzelnen Spieler, der seine Jugend nicht bei der Akademie eines Profiklubs durchlaufen hat und dies war Jonas Hector. Das zeigt ja, dass der Beruf der Fußballprofis, inklusive dem Wissen “Wie ernähre ich mich? Wie lebe ich? Auf welche Faktoren kommt es an?”, zu einem Ausbildungsberuf geworden ist. Deswegen ist es eigentlich klar, dass ein 17-Jähriger, soweit er die richtige Mentalität hat und auf alles, was er gelernt hat achtet, bereit ist für Bundesliga-Fußball. Ob diese jungen Spieler später die Chance kriegen liegt daran, ob die Trainer den Mut haben, sie spielen zu lassen.

In Deutschland ist es schon so, das viele junge Spieler spielen dürfen. Schwieriger ist es für junge Spieler in Italien, da hier noch oft Ex-Profis die Trainer sind und diese ihre Jugendspieler so sehen wie sie damals selber ausgebildet worden sind. Das ist natürlich heute nicht mehr realistisch. Deshalb ist es leider in Italien auch selten, dass ein 19 oder 20-jähriger Stammspieler ist. Meistens spielen sie nur in den kleineren Vereinen. In den Top-Ligen der Welt ist es so, dass in Deutschland die größte Anzahl von jungen Spielern debütieren. In England werden es jetzt mehr, vor allem dank den ausländischen Trainern bei den Top-Klubs.

Es gibt dazu noch eine ganz interessante Geschichte: von den acht Mannschaften im Viertelfinale der Champions League 2018 hatten 180 von den 200 Spielern mit 17 Jahren bereits ausschließlich Männer Fußball gespielt und waren nicht mehr in Jugendmannschaften, obwohl sie theoretisch noch zwei Jahre in der U19 hätten spielen dürfen. Dies bestätigt das, was ich gesagt habe: Der Verein muss dafür sorgen, dass diese Ausnahmetalente mit 17 schon Männerfußball spielen können."

... wie das Zusammenspiel zwischen Verein und Eltern funktioniert

“Da kommen wir wieder zurück zum Ausbildungsberuf. Das ist aber in anderen Sportarten und Berufszweigen nicht viel anders: Wenn ein Kind großes Talent hat, dann muss es auch schon mit fünf angefangen haben und mit acht oder neun Jahren zig Stunden am Tag dementsprechend üben und dann bei den bestmöglichen Lehrern lernen. Das ist bei Fußballern im Prinzip ja nicht anders. Vor 2000 war es so, dass Fußball auf der Straße “erlernt” wurde. Aber heute gibt es den Straßenfußball kaum noch, und er wird aufgrund der gesellschaftlichen und sportlichen Entwicklung auch nicht wiederkommen. An dieser Stelle ist nun der Profiverein gerückt, der seine Spieler ausbildet und weiterbildet.

Zurück zu den Eltern: Wenn ein Junge Fußballprofi werden will und Talent hat, dann wird er in der Regel mit zwölf damit konfrontiert, dass er ein Angebot kriegt, von einem Profiklub. Da kommt es dann immer darauf an, wo das Talent mit seiner Familie wohnt. Wenn das Angebot vom FC Bayern München dann zum Beispiel an eine Familie in Kiel geht, muss die gesamte Familie gemeinsam entscheiden, wie mit dem Angebot umgegangen wird. Soll der Junge mit 13-14 Jahren alleine 600 KM weit wegziehen oder zieht die ganze Familie um? Wird das Angebot überhaupt angenommen? Natürlich muss es der Junge selber wollen, aber die Eltern gehen ja dann später den Weg mit. Insofern ist es automatisch so das es ein gutes und enges Verhältnis zwischen der sportlichen Leitung des Klubs, den Akademien und den Eltern geben muss.”

... was passiert wenn Eltern gegen des Willen des Kindes entscheiden

“Wenn Eltern gegen den Willen des eigenen Kindes gehen und sie in einen anderen Teil Deutschlands schicken, dann muss man sich schon fragen, ob sie ihrer Rolle als “gute Eltern” gerecht werden. Ich könnte mir persönlich niemals vorstellen, so etwas zu machen.

Der abgehende Verein kann in so einem Fall nur auf die Eltern einwirken. Wenn der Spieler in dem Alter schon einen Berater hat, dann muss der Verein auch auf den Berater einwirken, damit so etwas nicht passiert. Ich rate den Eltern und Beratern, mit denen ich zu tun habe, dass ein Kind der Nähe des Wohnortes gut aufgehoben ist und bleiben sollte, so lange es dort spielen darf. So hat es mindestens noch die Chance Schule, Erziehung, soziale Kontakte und Elternhaus unter einen Hut zu bringen, was für die Talente ja eh schon schwer genug ist.

Wenn der abwerbende Verein jedoch spürt, dass sich das Talent in seiner Heimatstadt nicht richtig entwickeln kann, dann kann es eventuell Sinn machen, das Kind gehen zu lassen. So war es damals bei Joshua Kimmich. Der einzige Grund, wieso wir ihn nach Leipzig holen konnten war, weil der VfB Stuttgart ihm diesen Kaderplatz in der U23-Mannschaft nicht gegeben hat. Im Nachhinein war das eine krasse Fehleinschätzung. Aber diese Entscheidung hat der Junge selbst getroffen, er wurde nicht von seinen Eltern weggeschickt.

Wenn es sich natürlich um ein finanzielles Interesse der Eltern handelt, dann kann es passieren, das Eltern ihr eigenes Kind ‘verkaufen’. Das kommt wegen dem steigenden Gehalt im Sport leider vor. Für viele ist das dicke Geld im Fußball sehr verlockend. Trotzdem kann ich nur jedem Talent raten, direkt von Anfang an zweigleisig zu fahren: Sport und Schule. Und das am besten so lange es geht. Früher war es so, dass die Spieler einen Beruf gelernt haben, und dann zwanzig Jahre Fußball gespielt haben. Und dann gab es diesen Beruf gar nicht mehr.

Ein normaler Alltag für Fußball-Talente ist nicht möglich. Ein Talent, egal welcher Art, muss nun mal gefördert werden und das geht nicht, wenn das Kind ganz normal in die Schule geht. Wenn du ein Talent richtig fordern willst, dann muss alles um dieses Talent herum geplant werden. Deshalb ist es ja so wichtig, dass in der Bundesliga die Fußball-Akademien so einen hohen Stellenwert haben. Fußball-Karrieren heute beginnen heute früher und enden auch früher. Mit 30 gehörst du eigentlich schon zum alten Eisen. Mit 30 einen neuen Beruf suchen? Mit einer ganz anderen Gehaltsklasse? Da muss man sich natürlich erstmal wieder umgewöhnen.

Natürlich ist es für eine Familie nicht einfach, alles um ein Kind herum zu bauen, vor allem da nur sehr wenige Talente wirklich den Sprung in den Profibereich schaffen. Deshalb ist es wichtig, dass die Talente an den Akademien einen schulischen Abschluss erlangen, falls sie später auf einen normalen Beruf umsatteln müssen. Bevor man irgendwo in der 4. Liga ein bisschen rumkickt, sollte man doch lieber einen echten Beruf bevorzugen.

Top-Talente werden Profis werden, ihr Weg ist unaufhaltbar. Aber er kann durch den Einfluss von Autoritätspersonen wie Eltern verzögert oder beschleunigt werden.”

... wie man mit einem Talent umgeht der den Sprung nicht schafft

“Das ist überall unterschiedlich. Normalerweise gibt es dafür den sportlichen Leiter in einer Akademie, und auch Trainer. Als junges Talent gibt es zwei Arten der Versetzung jedes Jahr: die schulische Versetzung in die nächste Klasse und die sportliche Versetzung in die nächste Jahrgangsstufe. Die Spieler sind somit zweimal im Jahr einer Bewertung ausgesetzt. Hier können wir wieder auf Kimmich zurückkommen: ihm wurde mit 18 der Wunsch auf Versetzung in die U23 verneint. Aber da er so ein unfassbar zielgerichteter Mensch ist, hat ihn das nicht aufgehalten. Deshalb wird er auch eines Tages Kapitän des FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft, weil er dieses Talent der Persönlichkeit einfach hat. Diese Spieler schaffen in der Regel auch einen guten Schulabschluss, trotz ihrer immensen Fehlzeiten in der Schule. Mit 30 Prozent Fehlzeit in der Schule machen sie immer noch ein besseres Abitur als andere, die nicht Profifußballer sind. Weil sie diesen starken Willen haben.

Am Ende entschieden die Verantwortlichen eines Klubs, wie sie mit einem Spieler, der den Sprung nicht geschafft hat umgehen. Dann kommen die Berater und die Eltern wieder ins Spiel, am besten sie sitzen im selben Boot. Sie haben im Idealfall schon für den Worst Case, Intermediate Case und für den Best Case geplant. Und das gilt sowohl für ein frühes aus der Profikarriere durch mangel an Talent als auch durch eine Verletzung.

Einen Karriereplaner und Wegbegleiter bräuchte es bei jeden Klub, der sich hauptamtlich um den Weg der Talente kümmert. Leider gibt es nur wenige Vereine, die so eine Person schon in ihrem Verein. Die Vereine in England sind uns da um einiges voraus. Aber am Ende obliegt es der Verantwortung der Vereinsführung, ihre Jugendspieler derart zu unterstützen. Die zwei Prozent, die den Sprung in den Profibereich schaffen, müssen sich damit nicht auseinandersetzen. Aber die große Mehrheit, die 98 Prozent, die brauchen diese Unterstützung. Natürlich müssen sich auch Eltern und Berater sich ihrer großen Verantwortung bewusst sein. Aber hier sind besonders die Vereine gefordert.

Die Talent-Akquise beginnt heute schon sehr früh, die Spieler kommen früh genug in die Bundesliga. Wenn ein 10-jähriges Kind die Chance hat, in seinem Verein gefördert zu werden und der Trainer einen guten Job macht, sollte es erstmal im Heimverein bleiben. “